Bildung drin

wo Engagement drauf

Jetzt ist Katharina Herold in Neuruppin. Vor zwei Jahren war sie noch in Halle an der Saale. Und zwischen damals und heute war sie in Bremen. Zwischen ihrem Abschluss an der Universität und dem Beginn ihrer Arbeit beim Bauspielplatz „Wilde Blüte“ in Neuruppin liegen Monate des Engagements beim SpielLandschaftStadt e. V. in Bremen.

Die Erziehungswissenschaftlerin interessierte sich schon während des Studiums für Spielpädagogik, deshalb passte der Freiwilligen-Platz beim Spielmobil in Bremen besonders gut: „Gerade auch, weil es bei der Stelle um Ernährung und Bewegung ging“, was Katharina Herold zusätzlich interessiert. „Und natürlich habe ich darin auch die Chance gesehen Kontakte zu knüpfen, die mir helfen sollten später Arbeit zu finden.“

Es ist hilfreich, dass Katharina Herold nun selbst als Mitarbeiterin einer Einsatzstelle für Freiwillige zuständig ist. Sie kennt sich aus: „Ich bin sehr dankbar mit so vielen verschiedenen Freiwilligen zu arbeiten. Was wir auf dem Bauspielplatz anbieten können, ist einfach viel vielfältiger, weil sich mehr unterschiedliche Menschen einbringen. Das ist ein Zugewinn für die Kinder und Jugendlichen.“ Mit Freiwilligen zu arbeiten, nennt sie eine Öffnung, die jeder Einrichtung und jedem Unternehmen gut tut.

Für Katharina Herold war der Bundesfreiwilligendienst (BFD) Kultur und Bildung vorerst nur eine Überbrückung oder Kontaktbörse. Doch, wie sie gemerkt hat, geht es bei den Freiwilligendiensten um Engagement und Bildung. Katharina Herold ist sich bewusst, dass dies ein wirklich wichtiger Aspekt ist. Gleichzeitig war es sowohl als Freiwillige und ist es nun als Einsatzstelle schwierig die passenden Seminare und Veranstaltungen, die im BFD gemacht werden müssen, zu finden. Zwar ist die Wahl frei, aber sie musste sich fast alleine darum kümmern. „Ich hätte zwar Unterstützung vom Träger bei der Organisation der Bildungstage haben können. Die BAG Spielmobile sitzen aber in München und ich war in Bremen. Das war kompliziert“, erinnert sich Katharina Herold.

Sie findet die Bildungstage wichtig und gut und sie genoss es, sich in ihrem BFD weiterzubilden. Ein bisschen mehr Informationen zu passenden Angeboten würde sie freuen. Ein bisschen mehr Struktur nennt sie es und erinnert sich, wie sehr ihr die Seminare zum Störenfried im Spiel, zur Selbstwahrnehmung und zu Vorlesetechniken neue Blickwinkel eröffnet haben.

Die Erfahrungen, die sie als Freiwillige gemacht hat, werden ihr nun auch in der Rolle als Einsatzstelle deutlich: „Viele Älteren sind nicht so firm sich über das Internet zu informieren und ein Freiwilliger kommt ursprünglich aus Kamerun und hat noch sprachliche Hindernisse. Es ist momentan schon ein großer Aufwand für alle was zu finden und allen auch gerecht zu werden. Die Interessensgebiete sind einfach doch sehr unterschiedlich.“

Um Freiwillige und Einsatzstellen bei der Suche nach passenden Bildungstagen zu unterstützen gibt es im Jahr 2016 auch trägerübergreifende Angebote in einzelnen Regionen. So kann das Angebot vergrößert werden und auch eine bessere Unterstützung für die Freiwilligen durch die Träger gewährleistet werden. Vielleicht sind dort auch passende Angebote für Katharina Herolds Freiwillige zu finden.

Mehr Informationen zum BFD Kultur und Bildung in der Spielpädagogik gibt es hier: http://www.bfd.spielmobile.de/

Text: jf
Bilder: privat

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