Einblick No. 3 // Freiwillige

Hinter den Kulissen der Dresdner Semperoper

Interview mit Lucas Jähnigen, 18 Jahre
 alt
Bundesfreiwilligendienst, Semperoper Dresden

Herr Jähnigen, Sie haben es geschafft einen Platz als BFDler bei der Semperoper in Dresden zu erhalten. Wie kamen Sie zu Ihrem Platz als BFDler an einem der berühmtesten Opernhäuser Europas?

Ich bin sehr an Kultur interessiert, und die Möglichkeit, im wahrsten Sinne des Wortes hinter die Kulissen eines so renommierten Betriebs zu sehen, hat mich sehr gereizt. Schon als Gast in der Oper oder im Theater war ich oft überwältigt von den eindrücklichen Darbietungen auf der Bühne, doch meine Faszination ging auch immer hin zu den Abläufen dahinter und der Arbeit, die in den Wochen und Monaten zuvor geleistet wurde. Deswegen habe ich mich für den Bundesfreiwilligendienst an der Semperoper beworben und wurde auch gleich nach einem Vorstellungsgespräch genommen. Seit dem achten August unterstütze ich nun den Proben- und Produktionsdisponenten in der Ballettdirektion.

Was sind Ihre Aufgaben in der Ballettdirektion?

Ich bin bei Meetings und Aufführungen dabei – die Arbeitssprache ist meistens Englisch, da viele Tänzerinnen und Tänzer aus dem Ausland kommen. Die Aufführungen muss ich auf Video aufnehmen und auf DVD brennen, damit die Tänzer sie zusammen mit dem Ballettdirektor bei Bedarf auswerten können. Jeder Tänzer verbraucht übrigens sechs bis acht Schuhe im Monat. Meine Aufgabe ist es, diese zusammen mit einem Mitarbeiter der Oper zu sortieren. Die interne Gesamtplanung für das ganze Jahr habe ich auch mit organisiert, so heißt der Plan für alle Proben und Veranstaltungen. Außerdem musste ich letztens die Biografien der Tänzerinnen und Tänzer auf den neuesten Stand bringen. Interessant, was die schon alles gemacht haben!

Möchten Sie später auch in diesem Bereich arbeiten?

Auf jeden Fall möchte ich im Bereich Kunst und Kultur bleiben. Nächstes Jahr werde ich ein Studium in der Richtung beginnen. Leider gilt die Schauspielerei als eine brotlose Kunst, sonst wäre ich gern Schauspieler geworden. Ich kann allerdings ziemlich gut organisieren und kann so hoffentlich auch zukünftig hinter den Kulissen mitwirken. Die Erfahrungen, die ich während des Jahres als BFDler an der Semperoper sammeln werde, kommen mir dabei bestimmt zugute.

// Das Opernhaus der Sächsischen Staatsoper in Dresden ist eine Einsatzstelle mit einer bewegten Geschichte.

Quelle: Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
Juni 2012

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