Einblick No. 2 // Freiwillige

Im Einsatz für die Trierer Jugend

Lukas Greber, 20 Jahre
Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung, "
mobile spielaktion e.V.", Trier

Ein gebührender Empfang erwartet Napoleon Bonaparte als er in Trier eintrifft. Feierlich reicht der Bürgermeister dem Staatsoberhaupt den silbernen Kelch mit dem Ehrenwein und übergibt ihm den Stadtschlüssel. Als er in seiner ganzen Größe durch die Kaiserthermen in Trier marschiert, legen die Handwerker und Handwerkerinnen ihre Arbeit nieder und selbst der Bäcker und die Wirtin eilen schnell herbei, um einen Blick von dem französischen Kaiser zu erhaschen...

Diese Szene spielt im Sommer 2011 auf der Trierer Palästra der Kaiserthermen. Ganz wie vor 200 Jahren ehrt Napoleon Bonaparte die Stadt mit seinem Besuch, nur sind es dieses Mal Kinder, die in die Rollen des Kaisers und der Trierer Bürger aus dem frühen 19. Jahrhundert schlüpfen. Hinter der Initiative, bei der über 100 Kinder mitwirken, steckt die „mobile spielaktion e. V.“. Lukas Greber ist einer der BFDler, der die gemeinnützige Einrichtung ein Jahr lang mit seinem Einsatz unterstützt. Auch bei der sogenannten „Spielstadt“ hat er mitgeholfen. „In der Spielstadt konnten die Kinder die Zeit der französischen Besatzung Triers 1804 nachspielen und die Geschichte ihrer Stadt einmal hautnah erleben“, erzählt der 20-Jährige.

Bildung durch Kultur

Das Ziel der „mobilen spielaktion e. V.“ ist es, Bildungsinhalte mit kulturellem Hintergrund zu vermitteln. In einem medienpädagogischen Projekt beispielsweise stellen Kinder und Jugendliche als Stadtteilreporter ihre Lieblingsplätze in und um Trier in kurzen Videoclips vor. Außerdem setzt sich der Verein für die Wahl der ersten Jugendvertretung der Stadt Trier ein. Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 17 Jahren können wählen oder sich selbst zur Wahl aufstellen lassen. Lukas Greber findet dieses Projekt großartig: „Die Kinder und Jugendlichen können hier positive Erfahrungen sammeln was Mitbestimmung angeht und dabei lernen, dass man für das einstehen soll, was man beschlossen hat.“ Für ihn ist es wichtig, dass er bei seinem Einsatz etwas bewegen kann und hofft, dass die Kinder sich selbst eines Tages gesellschaftlich engagieren. „Wenn ich ihre Begeisterung nach einer Aktion erlebe, kann ich mir durchaus vorstellen, dass sich zumindest einige von ihnen auch einmal aktiv in der Gesellschaft einbringen werden.“

// 
Das Ziel der „mobilen spielaktion e. V.“ in Trier ist es, Bildungsinhalte mit kulturellem Hintergrund zu vermitteln an Kinder und Jugendliche zu vermitteln.

Quelle: Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
Juni 2012

Weitere Einblicke...