Struktur // Grundlagen

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ermöglicht es nach der Aussetzung der Wehrpflicht, Aufgaben des Zivildienstes zu kompensieren und mehr Chancen für freiwilliges Engagement in Deutschland zu schaffen. Im Mai 2011 ist das Bundesfreiwilligendienstgesetz in Kraft getreten.

Der Einsatz von Freiwilligen basiert auf einem Vertrag zwischen dem Bund, einer Einrichtung und einem/-r Freiwilligen. Die Einrichtung muss als Einsatzstelle durch das BAFzA anerkannt werden und sich einer Zentralstelle anschließen. Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) ist als Zentralstelle vom zuständigen Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) bestätigt. Neben der inhaltlich-fachlichen Gestaltung übernimmt die BKJ im Auftrag des Bundes Koordinierungs-, Steuerungs- und Verwaltungsaufgaben.

Strukturelle Grundlage ist ein Trägermodell. Träger koordinieren auf Basis einer fachlichen und/oder räumlichen Nähe zu den Einsatzstellen und Freiwilligen deren Beratung, Vermittlung, Begleitung und Weiterbildung. Sie sind die Schnittstelle zwischen der Bundesebene (BAFzA und BKJ) und den Beteiligten im Bundesfreiwilligendienst.

Voraussetzung für eine Trägerschaft im Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung ist die Verankerung in der Jugend-, Kultur- und Bildungsarbeit. Die Träger sind im Trägerverbund Freiwilligendienste Kultur und Bildung der BKJ zusammengeschlossen. 

Konzeptionelle Basis

Der Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung

// ist eine besondere Form bürgerschaftlichen Engagements für Menschen aller Generationen. Er ist, unter dem Gebot des freiwilligen Zugangs, ein Ort der Bildung.

// wird im Trägerverbund der BKJ für junge Menschen bis 26 Jahren nach der pädagogischen Rahmenkonzeption und dem Qualitätskonzept für das FSJ Kultur, FSJ Politik und FSJ Schule umgesetzt. Er ist damit eine Jugendbildungsmaßnahme, verortet in der Trägerlandschaft der außerschulischen Jugendarbeit und -bildung.

// will Freiwilligen über 26 Jahren Raum und Zeit bieten, sich mit ihren individuellen Erfahrungen und Kompetenzen in die Gesellschaft einzubringen und sie in Umbruchphasen unterstützen, sich neue Perspektiven und Handlungsräume zu erschließen.

// ist ein Projekt im Kulturbereich. Frauen und Männer können ihrem Interesse nachkommen, Kultur zu gestalten, und durch ihre Tätigkeit zugleich kulturelle Zugänge für andere Menschen schaffen.

// wird als Vorhaben der Kulturellen Bildung umgesetzt. Er trägt zur Persönlichkeitsentwicklung der/des Einzelnen bei.

Der Bundesfreiwilligendienst motiviert Einrichtungen aus Kultur und Bildung, sich für freiwilliges Engagement zu öffnen. Gleichzeitig kann er zur Professionalisierung und Nachwuchsgewinnung der beteiligten Einrichtungen beitragen.

Mindeststandards der BKJ sichern die Zielstellungen und schaffen die Basis für eine transparente wie verbindliche Partnerschaft von  Freiwilligen, Einsatzstellen und Trägern im Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung.

 

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